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Dr Tanzbud´n hot a Loch - Die gemütlichen Sachsen - 416
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, snookerbee, krammofoon, Charleston1966, Der_Designer
Autor Eintrag
krammofoon
Fr Nov 28 2014, 21:00
Schellack-Gnadenhof

Registriertes Mitglied #194
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 2502
Daach :-)

Eigentlich wollte ich ja keinen volkstümlichen Herrengesang mehr spielen.... zumindest die nächsten 3582 Sendungen nicht mehr....... *grins ......... aber da die Kommentare allesamt positiv zu dieser Sendung waren, möchte ich hier mal unseren JÖRG exemplarisch auswählen und ihm diese Sendung hier widmen......

Eine 10" POLYPHON-RECORD mit der Nummer 12957 aus ebenfalls 1910 (?) auf welcher (vermutlich) die "Leipziger Krystallpalast-Sänger" unter Pseudonym auftreten........ verschiedene Quellen sagen hier auch unterschiedliches, bzw. nichts fest verifizierbares.

Um nochmal auf Jörg zurückzukommen....... ob er natürlich tatsächlich ein gemütlicher Sachse ist, wage ich nicht zu beurteilen, aber ich kann von mir behaupten, bisher noch keine ungemütlichen kennengelernt zu haben *prost . Von daher isser jetzt mal grad einer für mich.......

Auch diese Platte hat schon Übles hinter sich und ist vom Zustand her eine Katastrophe. Auch hier haben digitale und physische Reinigung nur noch Alibiwert....... aber man versteht grad noch so ein wenig.

Ebenso habe ich hier mal einen quasi Textzettel in Bildform angehängt, so dass auch sämtliche Nicht-Sachsen den Gesang zumindest nachlesen können, auch wenn sie ggf. nicht verstehen, was da so geschrieben steht.......
Aber auch hier gehe ich davon aus, dass unser Forenkamerad freudig mit Rat und Tat zur Seite steht, sollte jemand eine Übersetzung notwendig haben .

Ansonsten bleibt mir nur noch viel Freude zu wünschen........ mit dem was man noch so hören kann.....

Bis bälde!
Georg




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Nostalphon
Sa Nov 29 2014, 08:22
Registriertes Mitglied #678
Dabei seit: So Apr 06 2014, 08:02
Einträge: 2099
O jerom, o jerom
dia Fasnet hot a Loch,
han koin Kreuzer Geld em Sack
für a Päckle Schnupftabak,
O jerom, o jerom
dia Fasnet hot a Loch.

Eines der Oberndorfer Narrensprüche, das mir dazu einfällt

Wieder ein musikhistorisch wertvolles Stück Liedgut, das Du vor dem Vergessen gerettet hast.
Aber ohne dem schönen Textzettel wäre ich aufgeschmissen gewesen ... *kicher

Danke und Grüße
Jürgen
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joha
Sa Nov 29 2014, 10:24
Registriertes Mitglied #340
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Einträge: 937
Hallo Georg,
ich Danke für das Kompliment-gemütlicher Sachse- *prost .
Schön ist, das hier noch die Postkarte mit dem Text erhalten ist.
Die alten Polyphon-Platten sind leider fast alle recht abgespielt und man kann die Texte kaum erkennen.
Die gemütlichen Sachsen haben ja eine etwas weite Geschichtsauslegung.
Es gab zwei Bücher die um 1890 aktuell waren.
Die gemütlichen Sachsen auch als Bühnenstück bekannt.
Die amorösen Abenteuer der Sachsen...die Jugendjahre August des Starken als Edelmann, der sich unter anderem in Paris unter Synonym in französischen Betten vergnügte und die Damen mit Edelsteinen und Schmuck bezahlte für Ihre Dienste.

Bei den frühen Plattenaufnahmen kann man wirklich nicht sagen,ob es mit den später berühmten Leipziger Krystallpalast Sängern eine Verbindung gibt.

Die sächsische Sprache hat natürlich viele Eigenheiten die ortsabhängig sind,hier haben wir es mir der erzgebirgischen Mischung zutun,die nur eine örtliche Sprache ist.
In Dresden sprach man etwas härter und kürzer auch mit vielen französischen Worten, die ja am Hofe der Residenz Stadt vornehm eingesächselt worden,im Raum Kemnitz wird gesungen ,sagt man,dort ist die Betonung so ,dass es wie eine Melodie klingt, wenn gesprochen wird.
Im Leipziger Raum auch etwas kürzer mit einem Tick Hochdeutsch,als alte Messestadt internationaler und verständlicher ebenfalls mit anderer Betonung.

Ihr seht, ganz so einfach ist das Sächsische nicht,und kaum ein Sachse kann seine Kinderstube verleugnen,egal wo es den Sachsen hingezogen hat auf der Welt, er wird immer erkannt.
Es gab von den Platten.. Die gemütlichen Sachsen ....eine Vielzahl von Mundart Aufnahmen auch regional unterschiedlich im Dialekt.
Georg ich such mal etwas aus meinem Fundus als Antwort.
Vielen Dank für das Senden.
Gruß Jörg *prost *kicher
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snookerbee
Sa Nov 29 2014, 19:22

Registriertes Mitglied #166
Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 4385
Nu, do binsch a bissl in dr Bedullje...

Zwar im Erzgebirge geboren, aber im zarten Alter von 6 in die Fremde geschickt worden, kann ich ohne Textzettel diesen zutiefst heimatlichen Dialekt kaum noch verstehen. Ja, in meiner Verwandschaft haben sie immer gesagt, hinter dem Pöhlberg "kannste die Leit nimmer vorstehn." So hat jedes Fleckchen dort wohl seine sprachlichen Spezialitäten. Wie gesagt, heute bin ich in der "Fremde", aber wenn sich in Berlin drei Leute treffen, dann sind bestimmt zwei davon aus Sachen. In diesem Sinne auch von mir recht herzlichen Dank für die "gemietiche" Sendung.

LG Claus
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Limania
Sa Nov 29 2014, 20:01
Registriertes Mitglied #355
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1839
Als gebürdsche Leibzischerin ist mir der heimatlich sächsische Dialekt zwar nicht fremd, jedoch versteh ich auch nicht alles was da gesungen wird. Aber wie joha schon schrieb, hat natürlich jede Gegend ihren eigenen Dialekt. Meine Mutter kam aus Zschopau bei Chemnitz. wo ganz anders gesächselt wird wie z.B. in Leipzig oder Dresden.
Bei künstlerischen Darbietungen wurde außerdem schon immer gern übertrieben mit dem Dialekt.

LG Limania
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Gast
Sa Nov 29 2014, 20:49
Gast
Tja, wie ich Dir vorhin schon schrieb, Heike....

Bei hat sich mal ein furchtbar "sächselnder Sachse" beschwert, wie doch die Komiker das Sächsische übertreiben ! *haar

...um mir einen Moment später vom guten Rodgäbbel-Sekt vorzuschwärmen.

No Comment ! *zwincker
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Limania
Sa Nov 29 2014, 21:16
Registriertes Mitglied #355
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1839
Abor Rodgäbbel- Sekt sacht dor Sachse nu mal, das is nisch überdriebn.

;-)
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Charleston1966
Sa Nov 29 2014, 21:32

Registriertes Mitglied #449
Dabei seit: Mo Nov 12 2012, 11:19
Einträge: 1700
Hehehe, dank meines Kollegen, der aus dem Erzgebirge stammt hab ich mein Gehör dahingehend gut trainieren können, sonst hätte ich auch mit Textzettel nichts verstanden.
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