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676 - Mitternacht am Kongo - Benny de Weille mit seinem Bar-Trio - 1940
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, snookerbee, krammofoon, Charleston1966, Der_Designer
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snookerbee
Di Sep 03 2019, 20:15

Registriertes Mitglied #166
Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 4660

Benny de Weille spielt mit seinem Trio, das wohl nach dem Vorbild des Benny Goodman-Trios gebildet wurde, eine nette exotische Nummer. Nett schreibe ich ganz bewust, weil de Weille hier zwar elegant, aber ohne gro0e Spannungsbögen spielt. Es gibt keine dynamischen Kontraste oder überraschende Überleitungen. De Weille bleibt der Bar-Athmosphäre verpflichtet und der letzte Schritt zur Leidenschaft fehlt. Ich kann mir vorstellen, dass Musiker wie Teddy Kleindin oder Horst Winter der Thematik mehr Feuer und Schärfe abgewonnen hätten. Dennoch ist die Musik hübsch anzuhören. Die Platte punktet zudem mit einem feinen Klaviersolo von Primo Angeli.



Mitternacht am Kongo
LANGS. FOXTROT - Benny de Weille -
BENNY DE WEILLE
mit seinem Bar-Trio
ODEON O-31649 a
Be 12771

Im Wachs:
P Be 12771
OB 8

Aufnahme (nach Zwarg):
Donnerstag, 26. November 1940
Carl Lindström AG
Berlin SO 33
Schlesische Straße 26
Raum 2

Besetzung (nach Lange):
Benny de Weille (cl)
Primo Angeli (p)
Harry van Dyk (d)

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jitterbug
Mi Sep 04 2019, 15:48
Registriertes Mitglied #501
Dabei seit: Mi Mär 27 2013, 16:49
Einträge: 754
Es ist richtig, dass diese Version sehr verhalten daherkommt. Die gleiche Nummer in größerer Besetzung wurde später unter HARRY VAN DYK (DIJK) am Schlagzeug mit der DE WEILLE Band für TEMPO Ende 1943 aufgenommen, davon wurden sogar zwei unterschiedliche Takes als "Mitternacht am Congo" auf TEMPO 5144 veröffentlicht.

Allerdings ist das "Original" sehr viel älter: Im September 1937 spielte der Klarinettist BUSTER BAILEY in New York für das Label VARIETY seine Komposition "Afternoon in Africa" ein, die dann während des Krieges von BENNY DE WEILLE abgewandelt und neu arrangiert und mit neuem Titel versehen wurde.

So hat diese ODEON-Platte doch etwas Spezielles, da sie ein Beispielt für die im Krieg übliche "Kaschierung" eines amerikanischen Jazztitels in Deutschlamnd war.

Danke für die gelungene Überspielung!
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snookerbee
Fr Sep 06 2019, 09:09

Registriertes Mitglied #166
Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
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Danke für die nachgereichten Informationen.
VG Claus
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