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Klang-Update: Komm zurück! - Albert Vossen & Schuricke-Terzett - 1939
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, snookerbee, krammofoon, Charleston1966, Der_Designer
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snookerbee
Di Jul 30 2019, 13:45

Registriertes Mitglied #166
Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 4646

Sendung 12, die zweite ...


Heute sende ich eine Platte, die hier im Jahre 2013 schon einmal lief. Damals allerdings in alles andere als angenehmer Qualität: > CLICK < . Vor einigen Wochen erhielt ich nun eine etwas besser erhaltene Pressung, wobei aber auch da Probleme zu bemängeln sind. Bei der Aufzeichnung der Musik unterlief dem Techniker offenbar ein Lapsus, denn im Klarinettensolo dröhnt der Klang des Kontrabasses bis in den tiefen Keller hinab. Dadurch wurde die Rille übersteuert, was sich in hörbaren Verzerrungen äußert.

Ich weiß, dass eine digitale Bearbeitung für sich genommen keinen besonderen Wert darstellt. Wir hören das Lied und uns fällt gar nicht auf, wie viel Wiederherstellungsbemühungen dahinter stecken. Ich habe dennoch einige Zeit in die Klangreinigung investiert, weil Albert Vossens Version von „Komm zurück!“ mit dem Schuricke-Terzett so viele feine Details bietet, die es verdienen, beachtet zu werden. Allein schon Hans Korsecks Akkordsolo auf der Gitarre ist die ganze Mühe wert, um nur eine Besonderheit zu nennen. Die Aufnahme mit Schuricke und Vossen steht bei mir jedenfalls auf Rang Zwei der Versionen des Olivieri-Klassikers (Platz Eins belegt Django Reinhardt: > CLICK < )

Eine Erwähnung verdient auch der abweichende Text. Bislang ist mir keine andere Aufnahme mit diesen Worten begegnet und ihre Herkunft liegt auch im Dunkeln. Die geläufige Textfassung stammt von Ralph Maria Siegel, aber bei Vossen fehlt mir eine Zuordnung. Könnte Rudi Schuricke vielleicht selbst verantwortlich sein? Da ihm das Lied schon zu Hals heraus hing nach den vielen Aufnahmen, die er mit verschiedenen Orchestern und im Terzett schon gesungen hatte?

Die Firma Telefunken hatte das Lied gleich noch einmal am Start in einer nur einen Tag vorher produzierten gesangsfreien Aufnahme von Peter Kreuder. Diese Musik kann auch gehört werden, denn unten finden sich alle weiteren Versionen von „Komm zurück!“ aus diesem Programm.




Komm zurück!
(NIMM MICH MIT)
(Come back - ¡Vu elve!)
Lied Olivieri - Richter
Jazz-Harmonika: ALBERT VOSSEN
mit seinen Tanz-Rhythmikern
Refraingesang: Schuricke-Terzett
TELEFUNKEN A 10073
24751

Techniker: O.- Be.

Aufnahme:
22. Dezember 1939

Mögliches Personal (nach Lange):
Eugen Henkel, unbekannt (ts,cl)
Albert Vossen (acc,arr)
Hans Korseck (g)
Rudi Wegener (b)
Hans Klagemann (d)

Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder





Komm zurück! Immer wieder ...

Billy Bartholomew - 1938: > CLICK <

Peter Kreuder - 1939: > CLICK <

Hans Georg Schütz & Rudi Schuricke - 1939: > CLICK <

Original Glorias mit Gloria Lilienborn - 1940: > CLICK <

Walter Raatzke & Ludwig Bernhuber - 1940: > CLICK <

Horst Winter - 1940: > CLICK <


In den anderen Programmen ...

Rina Ketty - 1938 (Monokel): > CLICK <

Tino Rossi - 1939 (Charleston1966): > CLICK <

Michael Jary & Rudi Schuricke - 1939 (Nostalphon): > CLICK <

Kurt Widmann & Rudi Schuricke - 1940 (Krammofoon): > CLICK <



[ Bearbeitet Mo Aug 19 2019, 17:18 ]
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jitterbug
Di Jul 30 2019, 15:22
Registriertes Mitglied #501
Dabei seit: Mi Mär 27 2013, 16:49
Einträge: 754
Bei dieser Version ist Klaus S. Richter (u.a. "Peter, Peter, wo warst du heute nacht"/"Sie will nicht Blumen und nicht Schokolade", "Rosamunde", "In München steht ein Hofbräuhaus"...) als Texter auf dem Etikett angegeben, Schuricke selber ist nicht Autor.

Auf der instrumentalen Billy Bartholomew-Version stehen interessanterweise mehrere Titelmöglichkeiten auf dem Etikett ("Tornerai"/"Nimm mich mit"/"Komm zurück"/"J'attendrai"). Daraus schließe ich, dass beide deutschen Textversionen parallel entstanden sein müssen, die geläufuge Siegel-Variante hat sich dann durchgestzt.

Viele Grüße, Stephan
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Grammophoniker
Mi Jul 31 2019, 07:50
Registriertes Mitglied #337
Dabei seit: Mi Mär 14 2012, 18:42
Einträge: 485
Tolle Version, die ich auch noch nicht kannte. Die Restauration ist doch tadellos gelungen! Vielen Dank für Deine Arbeit, um uns diesen Genuss in bester Qualität präsentieren zu können.
Gruß
Stefan.
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snookerbee
Mi Jul 31 2019, 12:37

Registriertes Mitglied #166
Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 4646
@jitterbug: Danke für die Zuordnung des Text-Autors. Mit dem Namen Richter auf dem Etikett konnte ich nichts anfangen.

@Grammophoniker: Vielleicht findet sich ja mal ein ungespieltes Exemplar dieser Platte. Da wäre noch mehr rauszuholen...

VG Claus
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jitterbug
Mi Jul 31 2019, 14:03
Registriertes Mitglied #501
Dabei seit: Mi Mär 27 2013, 16:49
Einträge: 754
snookerbee schrieb ...

@Grammophoniker: Vielleicht findet sich ja mal ein ungespieltes Exemplar dieser Platte. Da wäre noch mehr rauszuholen...


Wenn Du da Ehrgeiz entwickeln magst: Ich besitze ein Exemplar mit Werbe-Etikett (Klöckner-Deutz), das quasi ungespielt wirkt!

Sobald ich wieder zu Hause bin in der kommenden Woche können wir da gerne was unternehmen... wobei Deine Bearbeitung schon sehr gelungen ist!

Viele Grüße, Stephan
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jitterbug
Sa Aug 10 2019, 18:24
Registriertes Mitglied #501
Dabei seit: Mi Mär 27 2013, 16:49
Einträge: 754
Hier das Etikett meiner quasi ungespielten Ausgabe als Sonderpressung für Werbung, es handelt sich identisch um die selbe Aufnahme, falls Claus Lust heben sollte, da nochmal ranzugehen...

Viele Grüße, Stephan

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snookerbee
So Aug 18 2019, 23:31

Registriertes Mitglied #166
Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 4646
Danke sehr für das sehr interessante Etikett!
Ich habe Dir eine Mail geschickt.

Liebe Grüße
Claus
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