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Und Jetzt - das Neueste - 1. Teil - Erwin Hartung, Walter von Lennep - 1464 - Experimentalsendung
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, snookerbee, krammofoon, Charleston1966, Der_Designer
Autor Eintrag
krammofoon
Di Apr 23 2019, 22:07
Schellack-Gnadenhof

Registriertes Mitglied #194
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 2533
Servus :-)

Tonträgerformat: 10" TELEFUNKEN - elektrisch

Bestellnummer - falls bekannt: A 1525

Matriznummer - falls bekannt: 19438

Erscheinungsjahr - falls bekannt: 1933

Zustand á la "Schellack-Gnadenhof": naja.....

Sonstiges: ich bin gerade etwas mit meinem Audioaufnahme-Equipment am experimentieren und rumbasteln. So habe ich eine Platte hergenommen, von welcher ich vor geraumer Zeit schon mal die 2. Seite gebracht hatte und die Michael etwas später in ihrer Gänze in einer Sendung vorgestellt hatte.....
Da das hier aber ein Experiment ist, welches noch nicht ausgereift ist, bitte ich die Doppelsendung zu entschuldigen.....

Viel Freude damit!

Gruss
Georg




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monokel
Di Apr 23 2019, 23:09
Registriertes Mitglied #388
Dabei seit: Mo Jul 09 2012, 14:03
Einträge: 1272
Hallo Georg,
was ist denn der Sinn/Zweck deiner Experimentalsendung?
Klingt gut, ist aber ein bissel leise.

LG
Michael
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livschakoff
Mi Apr 24 2019, 00:38
Registriertes Mitglied #483
Dabei seit: Do Feb 21 2013, 13:55
Einträge: 555
Diese Überspielung erscheint (meinem Höreindruck nach) im Vergleich zu Deiner früheren Sendung der zweiten Seite und zur integralen Sendung von Michael am natürlichsten. Manche mögen die Aufnahme als etwas flach empfinden. - Die besagten früheren Digitalisierungen sind mir zu baßlastig und klingen nach meinem Geschmack klangdynamisch zu forciert.
(Hier noch eine Bemerkung zur Schwierigkeit, den natürlichen Klang alter Aufnahmen zu erahnen: Sicherlich sind viele Musikkonsumenten es heute gewöhnt, zeitgenössische Popularmusik mit all ihren dynamischen Verstärkungen, Verfremdungen, Verzerrungen und Manipulationen des Frequenzspektrums als natürlich oder normal zu empfinden und synthetische Instrumente als Surrogat akustischer Instrumente zu akzeptieren. Die akustische Aufbereitung "moderner" Musik ist sicherlich ein sowohl zwangsläufiger als auch beabsichtigter Bestandteil ihrer Interpretation; bei herkömmlichen (also rein akustischen) Instrumenten - und um diese handelt es sich bei der vorliegenden Platte - sind die musikalisch-akustischen Effekte weniger grell als bei heutigen Produkten - aber unsere Ohren sind eben Anderes gewöhnt, und wir neigen bei Klangjustierungen digitalisierten Materials im Zweifelsfall eher zu schärferer Würzung. Das jeweilige Ergebnis klingt natürlich anders, wenn man es auf einer guten Stereoanlage kontrollierend wiedergibt als von den knopfgroßen Lautsprechern beispielsweise eines Laptops. Daher interessiert es mich an dieser Stelle brennend, mit welcher Apparatur Ihr Eure digitalisierten Platten prüfend abhört.)
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snookerbee
Mi Apr 24 2019, 12:54

Registriertes Mitglied #166
Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 4430

Die Natürlichkeit der Überspielung möchte ich bestätigen. Der etwas flache Eindruck entsteht auch durch die zu leise Einpegelung. Die lauteste Stelle liegt hier bei ca. 65 Prozent vom maximal möglichen Pegel, die durchschnittliche Lautstärke nur bei ca. 50 Prozent (siehe Bild unten). Man kann dieses Problem in Grenzen beheben, wenn als letzter Bearbeitungsschritt eine "Normalisierung" durchgeführt wird. Das hebt den Pegel auf den max. möglichen Ausschlag an, OHNE dass die Aufnahme komprimiert wird (also laut und leise angeglichen werden). Es ist auch möglich, die lauteste Stelle etwas zu reduzieren. Dann eine Normalisierung durchführen und der Gesamteindruck ist dann lauter. Das wäre aber schon Komprimierung.

Speziell bei Telefunken-Platten (etwa hier: > CLICK < ) ist mir aufgefallen, dass sie eine große dynamische Bandbreite haben, die nach modernen Maßstäben eigentlich eine Komprimierung verlangt. Radiomusik heute ist ja fast nur noch laut. So klingt in den Ohren eines heutigen Hörers die Aufnahme von damals unausgeglichen, ist aber natürlicher mitgeschnitten worden als die durch Nachbearbeitung angeglichenen Aufnahmen heutiger Pop-Musik. Volker hat das ja schon beschrieben. Würde man eine alte Schellackplatte ebenso bearbeiten, hätte man zwar vielleicht ausgewogenere Lautstärkeverhältnisse, aber dafür eine unweigerliche Anhebung der Störgeräuse in leisen Passagen zu ertragen.

Zum Abhören: Ich stelle die Bassentzerrung akustisch über meine großen Lautsprecher ein und bearbeite die Datei danach mit Köpfhörer. Als letzte Prüfung lasse ich die Musik nochmal laut laufen. Wenns mir gefällt, sende ich das Ganze. Nachteil: Es ist ein subjektiver Klangeindruck und wenn sich das Gehör ändert (und das geht schnell, u.U. durch Erkältung oder Stress und natürlich altersbedingt), wird das Ergebnis verfälscht. Ich schaue mir aber auch parellel den Frequenzgang der Datei an, um "Ausreißer" zu erkennen. Alles nicht standardisiert, aber wie soll das gehen? Wir haben ja alle keine studiotauglichen Abhörmonitore, oder?

VG Claus



[ Bearbeitet Mi Apr 24 2019, 14:34 ]
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monokel
Mi Apr 24 2019, 19:17
Registriertes Mitglied #388
Dabei seit: Mo Jul 09 2012, 14:03
Einträge: 1272
Meine Vergleichssendung ist hier > CLICK <
Auf die Schnelle möchte ich Volker und Claus erst einmal nicht antworten.
Aber eine Antwort meinerseits kommt noch.

LG
Michael
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krammofoon
Mi Apr 24 2019, 21:26
Schellack-Gnadenhof

Registriertes Mitglied #194
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 2533
Servus :-)

Zuallererst möchte ich mich für die profunden Erläuterungen von Volker und Claus bedanken, welche mir wiederum weitere Einsichten in mein künftiges Tun eröffnen.

Wie das im Einzelnen aussehen wird, vermag ich im Moment noch nicht zu sagen, aber dass ich hier auf einem durchaus richtigen Weg - zwar noch am Anfang stehend - bin, zeigt mir, dass meine (unbewussten?) Ansätze schon mal in die richtige Richtung zeigen.

Meine Experimente gehen dahin, den aufgenommenen Klang mittels eines graphischen Equalizers insgesamt zu verfeinern. Stimmen z. B. weiter plastisch in den Vordergrund zu holen, tiefe und hohe Frequenzen weiter auszureizen, leise Töne besser zu präsentieren usw.

Ich hatte mit sowas schon mal vor gut 3 oder 4 Jahren ansatzweise experimentiert, jedoch waren damals die verwendeten Instrumente, angefangen von Plattenspieler über Equalizer bis hin zum Aufnahmegerät in keinster Weise ausreichend. So kam einfach nix rechtes dabei raus.
Ob das mit meinem heutigen Equipment gelingen wird, muss sich erst zeigen! Ich muss noch viel "Learning-by-doing" absolvieren und lernen, wie man Frequenzen nicht einfach totschlägt, sondern wie man sie für eine Klangfülle effektiv nutzt. Hier wird es noch viel auszutesten geben..... viel Bruch und Dalles, aber auch so manches Aha-Erlebnis wird folgen.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass ich meine Aufnahmen grundsätzlich mit zwei verschiedenen Kopfhörern gegenhöre. Die sind jetzt nicht der Audiophilie letzter Schluss, aber auch nicht grad der letzte Scheiß.

Gruss
Georg
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