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What more can I ask - Billy Scott-Coomber - 1434
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, snookerbee, krammofoon, Charleston1966, Der_Designer
Autor Eintrag
krammofoon
So Feb 03 2019, 22:23
Schellack-Gnadenhof

Registriertes Mitglied #194
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 2446
Servus :-)

Tonträgerformat: 10" KRISTALL - elektrisch

Bestellnummer - falls bekannt: 21151

Matriznummer - falls bekannt: J 6334-2

Erscheinungsjahr - falls bekannt: 1933

Zustand á la "Schellack-Gnadenhof": schwer ergraut.....

Sonstiges: ---

Viel Freude damit!

Gruss
Georg




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Polyfar41
Mo Feb 04 2019, 09:00
Radiohörer
Registriertes Mitglied #823
Dabei seit: Di Jan 12 2016, 19:31
Einträge: 118
Am 16./17.Februar 1933 nahm Jack Payne mit seiner Band in London acht Titel für das Label Imperial der Crystalate auf. Dieses ist einer davon, der in England auf Imperial 2843 (Mx. 6334-2) erschien, hier auf einer deutschen Kristall-Ausgabe schön restauriert (gar nicht nach Gnadenhof klingend) dargeboten. Komponiert hat ihn Ray Noble, der zu Payne's BBC-Zeit dort als Arrangeur fest angestellt und zugleich Leiter einer Studioband bei HMV war. Für die Stimme des Sängers Billy Scott-Coomber kann ich mich nicht so ganz begeistern, sie klingt mir irgendwie zu direkt, zu hart, zu wenig charmant, woran möglicherweise auch die Aufnahmetechnik schuld ist.

Jack Payne (1899 - 1969) war zu dieser Zeit in England sehr bekannt.
Er war von 1928-1932 Leiter der Tanzmusik bei der BBC und spielte mit seinem BBC Dance Orchestra täglich im Radio zum Tanztee. Plattenaufnahmen aus dieser Zeit liegen bei Columbia vor. Sein Motto wird im BBC-Handbook 1929 so zitiert: "Primarily, it is my job to put happiness and sunshine over the air." auf deutsch: "Primär ist es meine Aufgabe, Glück und Sonnenschein über den Äther zu verbreiten." Aber das sentimentale und humoristische Repertoire machte ihn selbst auf Dauer wohl weniger glücklich.
1932 verließ er die BBC (sein Nachfolger dort wurde Henry Hall) und machte sich mit seiner Band wieder selbstständig, wandte sich nun mehr den Einflüssen des Jazz zu. 1938 hatte er eine Big Band mit 20 Musikern, ging auf Tournee durch Frankreich und Südafrika.
Was ihn bewogen hat, von 1941-1946 wieder den früheren Job bei der BBC zu übernehmen, ist mir nicht bekannt. Man kann vermuten, das hatte vielleicht mit der Aussicht auf finanzielle Sicherheit bei einem staatlichen Arbeitgeber während der Kriegsjahre zu tun.
Es sieht so aus, als ob die große Karriere mit dem Orchester danach vorbei war. Überliefert ist, dass Payne sich noch als Disc Jockey betätigte und 1955 im BBC TV die Moderation von Sendungen wie "Words and Music" und "Off the Record" übernahm.

Viele Grüße
Klaus
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