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Leipziger Männerchor "Schön ist die Jugend" (1933)
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, snookerbee, krammofoon, Charleston1966, Der_Designer
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Musikmeister
So Sep 30 2018, 19:24
Registriertes Mitglied #226
Dabei seit: So Aug 21 2011, 21:23
Einträge: 1027
Imposante Darbietung dieses Volksliedes, aufgenommen in der Berliner Hochschule für Musik Anfang 1933. Der Text des Volksliedes ist zeitlos und wird dies in weiteren 85 Jahren wohl immer noch sein. Bis zur Veröffentlichung damals brauchte es dann allerdings noch gute 3 Jahre. Der Chor muss eine ordentliche "Mannschaftsstärke" besessen haben und ist wohl auch extra für die Plattenaufnahme aus Leipzig angereist. Ausserdem zeigt die Aufnahme die gute Akustik des Aufnahmeraumes in der Hochschule für Musik.
Der Stamper ist beidseitig nicht angegeben, also wohl der Stamper vor dem G, der dann wohl mehrere Jahre im Matrizenarchiv verbrachte.
Der Dirigent starb im März 1937.

Leipziger Männerchor,
Drg. Professor Gustav Wohlgemuth
"Schön ist die Jugend"

Aufnahme: 15.04.1933
VÖ: Januar 1936 (Neukombination)
Grammophon 10436A
mx. 5317 1/2 BD 1


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[ Bearbeitet Mo Okt 01 2018, 18:52 ]
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snookerbee
Mo Okt 01 2018, 00:10

Registriertes Mitglied #166
Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 4428
Sehr beeindruckende Aufnahme!

Danke für diese schöne Sendung.
VG Claus
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livschakoff
Mo Okt 01 2018, 10:04
Registriertes Mitglied #483
Dabei seit: Do Feb 21 2013, 13:55
Einträge: 555
Das wirkungsvolle Arrangement von Gustav Wohlgemuth mit dem Wechsel von Soli (Quartettgesang) und Tutti (ganzer Chor) sowie die sorgfältige Schulung des Ensembles zu sensibler Differenzierungsfähigkeit führten hier zu einer Aufnahme von erfreulich hohem Niveau. - Leider sind heutzutage die meisten Männerchöre durch hoffnungslose Überalterung in einem qualvollen Siech- und Sterbeprozeß begriffen; fragwürdige Repertoirewahl und allzu einfache Chorsätze führen dann leider zu Auftritten unfreiwillig karikierender Art. -
Vielen Dank für die gelungene Überspielung. (Welcher Titel ist auf der Rückseite?)
Liebe Grüße
Volker
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Musikmeister
Mo Okt 01 2018, 18:51
Registriertes Mitglied #226
Dabei seit: So Aug 21 2011, 21:23
Einträge: 1027
Musikmeister schrieb ...

... Bis zur Veröffentlichung damals brauchte es dann allerdings noch gute 3 Jahre.

...

Aufnahme: ca. Januar/Februar 1933


Durch Zufall bin ich auf die Wikipedia-Seite des Leipziger Männerchores gestossen, wo 2 Daten von Schellackaufnahmen genannt werden: 15.04.1933 sowie 01.06.1935.
Von den 1935er Aufnahmen wurde wohl nichts veröffentlicht, aber am 15.04.1933 entstanden mindestens 6 Aufnahmen (wohl alle in der Berliner Hochschule für Musik), die alle veröffentlicht wurden. Die Grammophon Grün-Etikett 25185 als erste Platte im Juni 1933, mit dem Hinweis, wie gut die Leistungsfähigkeit der deutschen Aufnahmetechnik gelungen ist, den grossen Chorklang mit restlos befriedigender Naturtreue auf Platte zu bannen. Die 2.Platte Grammophon Rot-Etikett 10018 erschien dann im September 1933, die 3.Platte Grammophon Rot-Etikett 10104 muss mit dem Grammophon-Katalog für das kommende Jahr 1934 erschienen sein und ist nicht in den Monatsneuerscheinungen gelistet. Diese Platte fehlt auch im Wikipedia-Eintrag. Meine Platte ist dann als Neukombination im Januar 1936 erschienen. Bei der Plattendatierung lag ich ein wenig daneben und es zeigt, wie man durch Ab- und Vergleichen der Matrizennummern z.B. in den Lotz-Büchern dort leichte Ungenauigkeiten nachweisen kann.
Bemerkenswert ist auch, dass trotz Pressung der Matrize meiner hier gesendeten Platte auf 2 erhältlichen Grammophon-Ausgaben (10018+10436) ab 1933 bis frühestens 1936 man nicht bis zum Stamper G kam.
Das Arrangement hat Wohlgemuth sich wohl lizenzieren lassen, wie das Faksimile der Genossenschaft Deutscher Tonsetzer zeigt.
Jede öffentliche Aufführung brachte somit Tantiemen ein.


Auszug aus dem Grammophon-Hauptkatalog, Stand: August 1937
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