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497 - Cherokee - Charlie Barnet - 1946
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Charleston1966
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snookerbee
Sa Sep 02 2017, 21:29 Druck Ansicht
Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 3735

Neuaufnahme der 1939er-Version des Swing-Klassikers auf einem US-Mini-Label.



CHEROKEE
(Ray Noble)
CHARLIE BARNET
And His Orchestra
Cardinal 25001
(6197)

Im Wachs:
6197 N[radiert] 206 4

Aufnahme:
New York, ca. Herbst 1946

Arrangement: Billy May

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[ Bearbeitet Sa Sep 02 2017, 23:05 ]
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schiebermaxe23
Fr Sep 08 2017, 17:54
Radiohörer
Dabei seit: Mi Mai 18 2016, 10:56
Einträge: 562
Klasse Musik.
Viele Grüße
schiebermaxe23
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Nostalphon
Di Sep 12 2017, 15:05
Dabei seit: So Apr 06 2014, 08:02
Einträge: 1978
Ein herrlich swingender Ray Noble - Titel.
Klasse arrangiert von Billy May.

Großen Dank dafür
Gruß Jürgen
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micha_hoernle
Mo Sep 18 2017, 02:27
Dabei seit: Do Jan 01 1970, 01:00
Einträge: 130
Lieber Claus,
ich dachte, ich melde mich mal wieder nach halben Ewigkeiten hier. Die Aufnahme stammt vom 12, August 1946. Die andere Seite enthält eine andere Neueinspielung eines anderen Barnet-Klassikers, der Redskin Rhumba (mit dem Präfix "New"). Für deutsche Jazzfreunde vielleicht nicht ganz uninteressant, dass Kurt Henkels 1950 mit seinem Rundfunktanzorchester Leipzig eine moderne Fassung aufnahm, die beim Jazz-Festival in Paris sogar den dritten Preis erhielt. Der Trompeter war der blutjunge Horst Fischer, Arrangeur war Werner Baumgart. Beide gingen später zu Erwin Lehn nach Stuttgart. Die Aufnahme war so heiß, dass sie auf auf dem DDR-Label Amiga nie erscheinen durfte - nur auf dem Westberliner Austauschlabel "Regina". Sogar der "Spiegel" schrieb darüber 1953 eine Geschichte, wie schwer es heiße Musik in der Ostzone hatte". Wen es interessiert: > CLICK <.
Viele Grüße aus Heidelberg,
Micha Hörnle
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Nostalphon
Mo Sep 18 2017, 12:37
Dabei seit: So Apr 06 2014, 08:02
Einträge: 1978
Dass hier der blutjunge Horst Fischer agiert, wertet für mich die Platte gleich noch mehr auf :-)
Ich bin ein großer Fan von Horst Fischer. Der ein begnadeter Trompeter war, den ich aus vielen Erwin Lehn Aufnahmen kenne. Leider fand er ein tragisches Ende.
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snookerbee
Di Sep 19 2017, 10:32
Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 3735
@Micha & Jürgen:

Danke sehr für Eure freundlichen Kommentare.

Die Rückseite der oben gesendeten Platte enthält tatsächlich die schon erwähnte Aufnahme der "New Redskin Rhumba" mit dem Orchester Charlie Barnet. Eine Neuaufnahme durch Kurt Henkels 1950 kann ich anhand der Bio/Disco von G. Conrad leidern nicht verifizieren. Bei Amiga erschien die "Relskin (Redskin) Rhumba" in der Fassung des RBT-Orchesters unter Erwin Lehn. Meintest Du, Micha, vielleicht die Henkels-Aufnahme "Cherokee" von 1950, die tatsächlich erst bei Regina erschien und erst später auf Amiga-Vinyl-EP? So steht es bei Conrad. Tatsächlich basieren beide Kompositionen ja auf den selben rhythmischen Motiven. Da ich die Regina-Platte nicht habe, weiß ich nicht, welcher Titel da drauf steht.

Horst Fischer spielte meines Wissens nicht bei Charlie Barnets Platte mit, da er da im Alter von 16 Jahren noch nicht professionell tätig war. Er begann erst 1947 seine Laufbahn in Chemnitz.

VG Claus

[ Bearbeitet Di Sep 19 2017, 10:38 ]
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micha_hoernle
Di Sep 19 2017, 23:57
Dabei seit: Do Jan 01 1970, 01:00
Einträge: 130
@Jürgen:
Auf der Barnet-Platte spielt natürlich nicht Horst "Hackl" Fischer mit. Er war damals erst 15. Ich meinte die Aufnahme mit Kurt Henkels.

@Claus:
Meine Angabe mit Henkels bezog sich auf Cherokee (damals noch auf Regina als "Cherocee" geschrieben). Die Wiederveröffentlichung sieben Jahre später auf Vinyl war gedacht als eine Art Geburtstagsgeschenk zum Bandjubiläum. 1957 gab Heinz Quermann sogar eine eigene Broschüre mit einer amüsanten Biographie und einer Auflistung alle Aufnahmen von Henkels (auch die Im Westen) heraus. Amiga zog mit einigen EPs nach, auf denen "10 Jahre Rundfunktanzorchester Kurt Henkels" steht, die aber nichts anderes als Wiederveröffentlichungen alter Aufnahmen waren. Kurz: Die Amiga-Vinyl-EP und die Regina-Schellack enthalten beide denselben Titel. Und was die Relskins/Redskins angeht: Dieses Indianervolk (oder vielmehr seine musikalische Umsetzung) hatte es Amiga ja wohl mehr angetan, daher auch die RBT-Platte. Übrigens: Bereits 1950 wurde das RBT-Orchester aufgelöst, weil es sich weigerte, den neuen ostzonalen Administrativen in Sachen Tanzmusik - mit einem weitgehenden Verbot westlich dekadenter Jazzmusik - zu folgen. Streitpunkt war ein Auftritt zum 1. Mai 1950, bei dem die Musiker streikten. Dann wurden die Leiter, Horst Kudritzki und Erwin Lehn, entlassen Die Angaben auf Wikipedia werden übrigens weitgehend durch die Ausführungen Lehns in seiner Biografie (geschrieben von Paul Allmendinger 2001) gestützt. Allerdings behauptet da Lehn, er habe bereits vorher gekündigt, dieses Schreiben wurde aber als offizielle Entlassung nachdatiert. 1951 ging er dann nach Stuttgart - eine andere Geschichte.
Viele Grüße aus Heidelberg,
Micha
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