Foren / livschakoff / Günther Treptow singt: Walthers Preislied (aus "Meistersinger") IMPERIAL um 1940 - Schellackplatten Rundfunk - Musik ab 1900

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Günther Treptow singt: Walthers Preislied (aus "Meistersinger") IMPERIAL um 1940
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Charleston1966
Autor Eintrag
livschakoff
Di Mär 14 2017, 21:28 Druck Ansicht
Dabei seit: Do Feb 21 2013, 13:55
Einträge: 428
IMPERIAL 014023
Matr. K -C 0269


Walthers Preislied
aus der Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" (Richard Wagner)
Günther Treptow, Tenor
mit dem Orchester des Deutschen Opernhauses, Berlin
Dirigent: Johannes Schüler





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Treptow, Günther, Tenor, * 22.10.1907 Berlin, † 28.3.1981 Berlin;

er studierte an der Musikhochschule von Berlin und bei Giovanni Scarmeo in Mailand und debütierte 1936 am Deutschen Opernhaus Berlin als italienischer Sänger im »Rosenkavalier«. Anfänglich sang er hier kleinere Rollen, hatte aber 1942 als Othello von Verdi und als Max im »Freischütz« entscheidende Erfolge. 1938 gastierte er in der Eröffnungsvorstellung der Wiener Volksoper als Florestan im »Fidelio«. Bei den Festspielen von Zoppot trat er 1939 als Tannhäuser auf. Seit 1940 war er Mitglied der Staatsoper von München, wo er sich hauptsächlich auf das Wagner-Fach spezialisierte. 1947-55 gehörte er der Staatsoper von Wien an. Gastspiele führten ihn an die Mailänder Scala (1950 als Siegmund), an die Covent Garden Oper von London (1953), an Bühnen in Frankreich, Spanien und in der Schweiz. In der Spielzeit 1950-51 war er an der Metropolitan Oper New York tätig (Antrittsrolle: Siegmund in der »Walküre«). Bei den Bayreuther Festspielen 1951-52 sang er den Siegmund in der »Walküre«, 1961 und 1968 den Balthasar Zorn und 1963-64 den Ulrich Eisslinger in den »Meistersingern«. 1954 hörte man ihn am Teatro Colón Buenos Aires als Tristan und als Parsifal, 1954-55 war er am Théâtre de la Monnaie Brüssel zu Gast; er gastierteam Bolschoj Theater Moskau und an der Oper von Leningrad. 1955 folgte der berühmte Wagner-Tenor einem Ruf an die Berliner Staatsoper (wo er dann auch 1959 in der Uraufführung von »Der arme Konrad« von K. Forest sang), an der bis 1961 wirkte, dann wieder bis 1972 Mitglied des Deutschen Opernhauses Berlin. Eine seiner letzten Vorstellungen an diesem Opernhaus war 1971 eine Aufführung der Oper »Der junge Lord« von H.W. Henze, in deren Uraufführung er am 7.4.1965 am gleichen Haus mitgewirkt hatte. Einer der wenigen großen Heldentenöre seiner Generation, dessen Glanzrollen Wagner-Heroen wie der Siegmund, der Siegfried und der Tristan, dazu der Florestan, der Othello und der Stewa in »Jenufa« von Jenácek, waren.

Seine Stimme ist auf Imperial, DGG (»Tannhäuser«, »Der junge Lord« von Henze) und Decca (»Meistersinger«) zu hören. Wiederveröffentlichung älterer Aufnahmen bei der Bruno Walter Society (Titelheld im »Tristan«), auf Fonit Cetra (Siegmund in der »Walküre«, Scala-Gastspiel 1950) und auf Melodram (»Tristan« aus München, 1952; Titelheld in »Rienzi«).

[Nachtrag] Treptow, Günther; er sang an der New Yoker Metropolitan Oper auch den Tristan und den Florestan im »Fidelio«, an der Covent Garden Oper London 1953 den Siegfried.

[Lexikon: Treptow, Günther. Kutsch/Riemens: Sängerlexikon, S. 24446 - 24448 (vgl. Sängerlex. Bd. 6, S. 629) (c) Verlag K.G. Saur]


Anmerkung: Mit Treptow existieren auch frühere Aufnahmen auf drei Schallplatten der GRAMMOPHON (Vorkrieg).




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obbbs
Sa Mär 18 2017, 18:36
Dabei seit: Mo Aug 08 2011, 23:10
Einträge: 154
Eine wundervolle Aufnahme, die ich mir gleich mehrfach angehört habe!

Danke für's Senden!

Liebe Grüße, Oliver
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Musikmeister
Sa Mär 18 2017, 19:55
Dabei seit: So Aug 21 2011, 21:23
Einträge: 887
livschakoff schrieb ...

Anmerkung: Mit Treptow existieren auch frühere Aufnahmen auf drei Schallplatten der GRAMMOPHON (Vorkrieg).


Schöne Stimme & Platte!
Die 25cm-Platte Grammophon 10809 erschien im Juni 1938, die 30cm-Platte Grammophon 15173 erschien im April 1938.
Diese Imperial-Platte hier erschien im Dezember 1940. Neben der Imperial 14023 gibt es ihn noch auf Imperial 14027 und Imperial 14046 (weitere möglich).
Politisch aktiv vor 1933 in Berlin-Neukölln. Nach dem Machtwechsel Refrainsänger bei Berliner Tanzkapellen. Die Abstammung mütterlicherseits wurde vorerst zum Problem, was seine Existenz bedrohte. Während des 2.Weltkrieges weiter am Deutschen Opernhaus, letzte Solo-Rolle im April 1944. Kam dann wohl gut durch das Kriegsende und trat Anfang September 1945 schon wieder im Deutschen Opernhaus Berlin auf, diesmal allerdings als Gastsänger ohne festes Engagement. 1937 wurde der Wunsch nach Eheschließung vom Propagandaminister nicht befürwortet.

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